Im Februar hatte ich meine erste Probefahrt mit dem Hyundai Kona Elektro. Ein solides und sicheres Elektroauto mit viel Komfort. Leider war es mir im Innenraum des Kona viel zu laut und das Preis-/Leistungsverhältnis war nicht wirklich attraktiv. Also ging es munter mit den nächsten Probefahrten weiter.

„Mein nächstes Auto darf gerne wieder ein SUV/Crossover sein. Zwischen 4,15m und 4,30m lang. Apple CarPlay darf nicht fehlen und auf jeden Fall Elektro. Vernünftige App-Anbindung. Digitaler Schlüssel auf dem iPhone.“

Meine Anforderungen für 2026

Die Modelle

Skoda Elroq

Gefahren bin ich den Skoda Elroq 85 mit der 82 kWh Batterie und der Ausstattung First Edition.

Gefallen hat mir der Elroq vor der Probefahrt sehr gut, vor allem das Design und die neuen „Simply Clever“-Features. Als ich jedoch drin gesessen habe, ist mir bei meiner Sitzposition (1,68m groß) als aller erstes aufgefallen, dass das Display leicht vom Fahrer weg geneigt ist. Dieser Umstand hat mich leider extrem gestört. Ähnlich wie beim Hyundai Kona wirkte auf mich nicht nur der Innenraum riesig, mit seinen 4,48m Länge war der Elroq dann doch etwas zu groß für mich.

Ansonsten lässt er sich hervorragend auf der Straße fahren, die Verarbeitung ist top, die Reichweite kombiniert mit 150 Wh/km und 186 Wh/km auf der Autobahn in Ordnung.

BYD Atto 3 Evo

Den BYD Atto 3 Evo bin ich mit der 76 kWh Batterie, in der Ausstattung Excellence und Allrad gefahren.

Optisch hat mich der Atto 3 Evo leider weder von Außen noch von Innen wirklich begeistern können. Aber die Geräuschdämmung im Innenraum ist Premium, die Verarbeitung des Interieurs extrem hochwertig, das Fahrwerk sportlich, die Straßenlage sehr gut und die Beschleunigung großartig. Der Verbrauch liegt bei kombiniert 186 Wh/km und auf der Autobahn bei 214 Wh/km.

Leapmotor B10

Gefahren bin ich den Leapmotor B10 mit der 67,1 kWh Batterie und der Ausstattung ProMax Design.

Beim B10 war mir von Anfang an klar, dass das Modell mit 4,51m Länge natürlich viel zu groß für mich ist, aber ich wollte unbedingt einmal die Marke Leapmotor fahren. Das Design der Modelle, die Farben und der minimalistische Innenraum gefallen mir unwahrscheinlich gut. Außerdem holt die chinesische Marke extrem viel beim Platzangebot im Innenraum raus und ist stark auf Komfort ausgelegt. Es gibt zwei Batteriegrößen und zwei Ausstattungen, im Preis ist bis auf die Außenfarbe alles drin. Schlüsselkarte mit NFC, Digitaler Schlüssel auf dem Smartphone, Apple CarPlay/Android Auto und die Leapmotor App lässt keine Wünsche offen. Außerdem sind die Preise und auch die Leasingangebote aktuell einfach unschlagbar. Der Verbrauch liegt kombiniert bei 159 Wh/km und auf der Autobahn bei 197 Wh/km.

Leapmotor kann ich mir für die Zukunft sehr gut vorstellen, aber mehr dazu weiter unten in meinem Fazit.

Kia EV2

Den Kia EV2 bin ich mit der 42,2 kWh Batterie und der Ausstattung Earth gefahren.

Der EV2 ist ein kompakter und gut durchdachter City-Flitzer, für die Stadt und kurze Fahrten sind Platz und Komfort mehr als ausreichend. Auf der Langstrecke bzw. auf der Autobahn hätte ich mir von den Sitzen allerdings mehr Komfort gewünscht und ab 120 km/h werden die Geräusche im Innenraum doch recht laut. Als 4-Sitzer mit der verstellbaren Rücksitzbank entfaltet der EV2 sein volles Platz-Potenzial, allerdings ist der Kofferraum bei normaler Sitzposition schon recht klein und der Ladeboden muss komplett rausgenommen werden, nach unten lässt sich dieser nicht verfrachten.

Was mich beim EV2 jedoch abgeschreckt hat, sind tatsächlich die Preise für die Batterie, die Ausstattungen und die Pakete. Ja, die Basis-Ausstattung beginnt bei 26.600 €. Wenn man jedoch die 61 kWh Batterie, die mittlere Ausstattung „Earth“, die Pakete P2 4-Sitzer, P3 Winter-Connect und die optisch schönere 18 Zoll Leichtmetallfelge haben möchte, zwingt Kia einem die Pakete P5, P6 und P7 zu einem Preis in Höhe von ca. 3.190 € auf. Danach kostet der EV2 stolze 41.040 €. Die Preispolitik kann ich bei Kia absolut nicht nachvollziehen und selbst im Leasing ist der EV2 teurer als der größere Bruder EV3. Da nützt auch kein sehr guter Verbrauch von kombiniert 126 Wh/km und auf der Autobahn 164 Wh/km.

Kia EV3

Gefahren bin ich den Kia EV3 mit der 81,4 kWh Batterien und der Ausstattung GT-Line.

Der EV3 ist ein ideales Elektroauto für kurze Fahrten in der Stadt und für die Langstrecke auf der Autobahn. Mit 4,30m Länge und einem Wendekreis von 10,40m ist man agil unterwegs und kommt in jede Parklücke. Wird es doch einmal zu eng, kann der EV3 über den Smart Key ein paar Meter nach vorne oder zurück gefahren werden, ohne das man im Fahrzeug sitzen muss (Remote Smart Parking Assist, aufpreispflichtig). Das Ladevolumen vom Kofferraum beträgt 460 L (max. 1.251 L) und vorne beim Frunk sind es 25 L. Geladen wird der EV3 vorne rechts an der Seite, von 10% auf 80% am Schnelllader in 33 Minuten. Die Rekuperation erfolgt in drei Stufen manuell, intelligent oder im i-Pedal-Modus (One-Pedal-Driving). Der Verbrauch liegt kombiniert bei 129 Wh/km und auf der Autobahn bei 169 Wh/km. Apple CarPlay ist möglich und auf dem 12,3-Zoll-Infotainment-Touchscreen schön groß. Einen Digital Key fürs Smartphone gibt es, allerdings nur im aufpreispflichtigen Business-Paket.

Mein Kia EV3

Entschieden habe ich mich letzten Endes für den Kia EV3 mit kleiner Batterie (58,3 kWh), in der Farbe Frostblau, Ausstattung Earth, 17 Zoll Leichtmetallfelgen und den zusätzlichen Paketen Winter-Connect (P3), Business (P4), Upgrade (P5) und DriveWise (P6).

Kia EV3, Earth, 17 Zoll Leichtmetallfelgen
Mein Kia EV3 in Frostblau.

Mein Fazit

Mir hat der Kia EV3 bereits bei der Vorstellung Ende 2024 sehr gut gefallen. Eine moderne Optik Außen und Innen. Ich weiß, nicht jeder mag die neue Kia Designsprache, aber ich liebe diese Ecken und Kanten. Tolle Farben. Ein aufgeräumtes Interieur – ganz ohne Klavierlack. Große Displays. Nur so viel Knöpfe, wie nötig. Einzig dem „Tisch“ unter der Armlehne kann ich absolut gar nichts abgewinnen. Da hätte ich lieber Stauraum, wie in der Ausstattung Air bzw. beim Kia EV2. Verbrauch und Reichweite haben mich zudem überzeugt.

Konkurrenz hätte der Kia EV3 nur noch vom Leapmotor B03X und einem Tesla Model 2 bekommen. Aber der B03X von Leapmotor steht erst voraussichtlich im September für eine Probefahrt beim Händler und die Auslieferung wäre dann frühestens im Januar 2027 möglich gewesen. Das Model 2 bleibt weiterhin nur ein Gerücht.
Wer sich für Tesla interessiert, findet einen interessanten Artikel auf marc.tv zum Model Y.

Jetzt heißt es Warten, die Lieferung des Kia EV3 ist Anfang September geplant.

Bis denn, denn,
Denise

Veröffentlicht von Denise

Wohnt im schönen OWL. Apple Fangirl. Liebt Videospiele auf der PS5 und Blu-ray Filme, alles zum Thema Multimedia und Autos. Reist gern nach Schweden, Norwegen und in die USA.

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