Seit August 2023 fahre ich den Opel Mokka-e, drei Jahre Leasing sind in den kommenden Monaten um und nun ist es wieder soweit, die ersten Probefahrten stehen an.
Bereits 2020 bin ich einen Hyundai Kona Hybrid gefahren, damals konnte mich dieser jedoch nicht überzeugen. Zu laut und der Innenraum hatte mich optisch ebenfalls nicht ganz begeistert. Entschieden hatte ich mich dann für den VW T-Roc.
Dank Autohaus Buschmann in Herford, neben Opel mittlerweile auch Hyundai-Partner, durfte ich einen Hyundai Kona Elektro zwei Tage lang ausgiebig testen. Ausgestattet mit der 65,4 kWh-Batterie, 218 PS, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Sitze in Leder, Lenkrad- und Sitzheizung, Digitales Cockpit mit 12,3-Zoll-Display, Head-up Display, diverse Assistenzsysteme und BOSE Soundsystem.
Außen
Optisch besonders gut gefällt mir beim Kona das LED-Leuchtband und die „leichte“ Pixel-Optik angelehnt an den Hyundai Ioniq 5. Das Design der Leichtmetallfelgen ist allerdings für mich nur okay und die Lackfarben hauen mich ebenfalls nicht um, da hat der Kona Hybrid mit Mirage Green und Denim Blue tatsächlich die schöneren Farben und auch das Design der Felgen kann eher begeistern.





Innen
Gefahren bin ich den Kona in der Ausstattung PRIME, da waren was den Komfort angeht wirklich keine Wünsche offen. 2-Zonen-Klimaautomatik, Lenkrad-Heizung, Sitzheizung vorne und hinten, Fahrersitz elektrisch einstellbar mit Memory-Funktion und Belüftung, Head-up Display. Dies hat dann aber auch einen stolzen Preis.
Die Verarbeitung im Innenraum ist sehr hochwertig und kommt vor allem ohne Klavierlack aus. Tasten zum Drücken gibt es ebenfalls, alle gut positioniert und sinnvoll belegt. Im Innenraum ist sowohl vorne als auch hinten enorm viel Platz.





Apple CarPlay
Apple CarPlay funktioniert kabellos im Kona und das 12,3-Zoll-Display wird optimal ausgenutzt. Neben Bluetooth, dem Smart-Key-System und einem Digitalen Schlüssel, gibt es auch Over-the-Air Updates – so gehört sich das.


Laden und Reichweite
Den Ladenanschluss hat der Kona vorne links. Geladen wird AC 3-phasig mit 11kW, 10-100 % in ca. 4 Stunden 50 Minuten und DC mit ca. 102 kW, 10-80 % in ca. 41 Minuten. Die WLTP-Reichweite mit der 65,4 kWh-Batterie beträgt 506 km bei einem kombinierten Verbrauch von 14,9 kWh/100 km.
In den zwei Tagen bin ich 240 km gefahren, es ging durch die Stadt, über Land und auf die Autobahn. Die tatsächliche Reichweite laut Bordcomputer wurde mir mit 423 km angezeigt. Verbrauch in der Stadt und über Land ca. 16,5 kWh. Die reale Autobahn-Reichweite bei ca. 110 km/h bis 120 km/h liegt bei 342 km und einem Verbrauch zwischen 19,5 kWh und 20,9 kWh. Die Außentemperaturen lagen zwischen 8-10 Grad.
Das ausführliche Menü mit den EV-Daten gefällt mir richtig gut. Endlich alle wichtigen Infos und Verbraucher auf einen Blick im modernen Design, ganz anders als beim Opel Mokka-e. Ladelimits lassen sich festlegen und die Akkuaufbereitung kann auf Wunsch auch manuell gestartet werden. Ansonsten wird der Akku automatisch vorgewärmt, wenn über die Navigation eine Ladeplanung eingebunden wird.





Mein Fazit
Fahren lässt sich der Hyundai Kona Elektro wirklich sehr gut, komfortables Fahrwerk, sportliche Beschleunigung, ein durchaus sparsamer Verbrauch, das Head-up Display und die Assistenzsysteme sind hervorragend. Man ist wirklich sicher auf der Straße unterwegs.
Dennoch wird der Kona nicht mein nächstes Elektroauto. Leider ist es mir im Innenraum durch die Reifen- und Windgeräusche weiterhin zu laut, die Armauflage in der Tür auf der Fahrerseite ist nicht weich gepolstert, außerdem passt das Preis-/Leistungsverhältnis für mich beim Kona in 2026 nicht und – ich weiß nicht, ob Du das kennst – aber ich hatte in den zwei Tagen, immer das Gefühl, der passt nicht zu Dir.
Bis Mai/Juni kommen noch einige neue Elektroautos auf den Markt, bis dahin bleibe ich entspannt und plane die nächsten Probefahrten ein.
Bis denn, denn,
Denise




